Geschichte des Ordens der Sturmbringer
Der Begriff „Sturmbringer“ tauchte zum ersten Mal zu Beginn des
Zeitalters der Eisernen Faust auf.
Damals gelang es einer kleinen Gruppe von Ekuren, die sich der Herrschaft des
Despoten Niallus widersetzten, innerhalb nur weniger Stunden die Feste Taugrim
einzunehmen und mehrere Tage gegen die Eiserne Faust zu verteidigen. Sie nannten
sich selbst die Sturmbringer. Auch wenn nach offiziellen Angaben keiner diesen
Angriff überlebte, so wurde der Sturm des Taugrims zu einem Fanal des
aufstrebenden Widerstandes gegen das Niallus-Regimes.
Zu dieser Zeit schätzen die Geschichtsschreiber auch das Gründungsdatum des
Ordens der Sturmbringer, dessen Name den gefallenen Ekuren zu ehren gewählt
wurde. Dieser Orden entwickelte sich in der Folgezeit zu einer tragenden Säule
des Kampfes gegen Niallus und seine Anhängerschaft.
Seit seiner Gründung erstarkte der Orden im Untergrund Ekuriens und machte
immer mehr durch Überfälle und Sabotageakte von sich Reden. Bis zur Nacht des
Großen Sturmes gelang es den Ordensmitgliedern immer größere Bereiche des
Herrschaftssystems zu unterwandern.
Alle Mitglieder des Ordens der Sturmbringer waren glühende Anhänger des
damals verbotenen Glaubens der Großen Schwinge. Ihrer Lehren und Traditionen
verhaftet, sehnten sie sich, die alte Ordnung wieder herzustellen.
Als die Nacht des Großen Sturmes nach den Jahrzehnten der Unterdrückung
endlich über das kleine Land zwischen den Eisenbergen und dem Schwarzmeer
hereinbrach, war die Stunde für den Orden gekommen. Ein das ganze Land
umspannendes Netzwerk wurde innerhalb eines Tages aktiviert. Die Schlacht
entbrannte überall mit einer Heftigkeit, wie sie Ekurien noch nie gesehen
hatte. [Vertiefend hierzu: Spatz, „Kommandostrukturen und Alarmstrategien des
Ordens der Sturmbringer vor der Nacht des Großen Sturmes“, S. 23 ff.;
Schleieraug, „Der Orden und sein Netzwerk“, S. 52 ff.]
Als sich der Kampfesnebel gelegt hatte und nur noch vereinzelt Kriegsschreie
ertönten, wurde schnell klar: Der Orden der Sturmbringer hat nicht nur
überlebt, er hat gesiegt. Und mit ihm das freie Volke von Ekurien.
In der darauf folgenden Übergangszeit entschied sich der Orden weiter zu
bestehen. Dadurch dass, die Eiserne Garde und die ekurische Armee sich
aufgelöst hatten, entstand eine Lücke an den Grenzen zu Ekurien. Aus den
Grenzregionen wurden schon die ersten Barbarenangriffe gemeldet, die die
günstige Gelegenheit sahen zu plündern, was noch da war. Es musste eine neue
Armee her. Und so kam es zur ersten Reform in der Geschichte des Ordens.
Heute ist der Orden der Sturmbringer der militärische Arm der Ekuren. Mit
nahezu 6000 Mann ist er in der Lage alle Grenzen des Landes gegen Eindringlinge
zu verteidigen und im Inneren für Recht und Ordnung zu sorgen.
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