Soldan
Niallus
Der dunkle Despot
Soldan Niallus sollte als intelligenter aber gnadenloser Machtpolitiker
und erster Despot in die Geschichte des Landes Ekurien eingehen. Der
listige, diplomatisch äußerst geschickte Sohn eines angesehenen
Kaufmannes aus Kliffsee hetzte durch Intrige und Verrat das Volk
Ekuriens in Zeiten der Not gegen den damaligen Regenten auf, stellte
sich selbst an die Spitze des Landes und leitete so das Zeitalter der
eisernen Faust ein.
Mittels
seines charismatischen und stets ruhigen Auftretens gelang es Soldan die
richtigen Leute auf seine Seite zu ziehen und die Vormachtstellung der
Familie Niallus für lange Zeit zu festigen.
Wie
Gift drangen seine geschickt gewählten Worte in das Bewusstsein der
Menschen ein, die Niallus zur Sicherung seiner Herrschaft hinter sich zu
bringen gedachte und vielen dort auf fruchtbaren Boden, wo die
Aussichten auf Macht und Herrschaft die Loyalität zu Land und Glauben
vergessen ließen.
Niallus
stellte guten Kontakt zu einer Sklavenhändlergilde her, drängte das
Land durch sein Vorgehen jedoch in die außenpolitische Isolation. Um
seine Vormachtstellung zu sichern und den eigenen Reichtum zu mehren war
ihm jedes Mittel recht. So presste er das arg gebeutelte Land mittels
der Eisernen Faust rücksichtslos und grausam aus.
Privat umgab sich Soldan gerne mit seinen irdischen Reichtümern, die
seinen Durst nach immer mehr Schätzen und Würden jedoch keinesfalls zu
mindern vermochten. Göttergleich sollte man ihn verehren und so ließ
er überall im Land Zeichen seiner Herrschaft errichten. Nach dem Sturz
der Niallusfamilie wurden diese unter dem Jubel der Bevölkerung
niedergerissen.
Die Verehrung der Großen Schwinge, die Freiheit verhieß und Soldans
Herrschaft destabilisierte, ließ der Despot unter Androhung der
Todesstrafe verbieten und verfolgte die in den Untergrund abgetauchten
verhassten Rebellen gnadenlos.
Niallus auf seinem Thron
gegen Ende seiner Herrschaft. Korrumpiert von der Macht ist
seine Erscheinung zu einem Schreckensbild geworden.
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